Workshop: Das Erkennen von interkulturellen Kompetenzen

Ziel: Was zeigt, dass ich interkulturell kompetent bin?

Der Workshop startet mit der Definition und Präsentation von interkulturellen Kompetenzen. Dann bekommen die Teilnehmenden einen Fragebogen in ihrer Landessprache und füllen ihn aus. Jede Frage wird, zum besseren Verständnis, mit einem Foto begleitet. Nach der Vervollständigung des Fragebogens gibt es eine Debatte über das Erkennen von interkulturellen Kompetenzen.

 

Interkultureller Workshop I

Dozentin: Lilijana Cumura

Ziel: Eine interkulturelle Lernerfahrung und das Verständnis der Grundsätze des kulturellen Konzeptes.

Das Hauptziel des interkulturellen Lernens wird als die Entwicklung von interkulturellen Kompetenzen gesehen, die die Fähigkeit ist, in verschiedenen kulturellen Kontexten angemessen und effektiv zu handeln. Wir werden uns mit Fragen beschäftigen, wie man mit kulturellen Unterschieden umgeht und sie überwindet. Der Workshop beginnt mit einem Simulationskartenspiel. Nach der Nachbesprechung des Simulationsspiels diskutieren die Teilnehmenden die folgenden Fragen: “Was ist Kultur”, “multikulturelle und interkulturelle Gesellschaft”, “was ist die Bedeutung der Sprache in der Kultur”, “was ist die Rolle der Traditionen und Regeln in der Kultur”, usw. Der Workshop endet mit einer kurzen Präsentation des Eisberg-Modells der Kultur.

Interview mit Lilijana Cumura

 

Interkultureller Workshop II

Dozentinnen: Silvija Mrsic, Petra Krcmar Glogolja

Ziel: Lernen der Grundprinzipien der Kommunikation mit interkulturellen Gruppen; Verstehen des Problems der Immigranten, die sich in die lokale Gemeinschaft einfügen wollen; Verstehen der Wichtigkeit der Rolle der Kommunikation bei der Bildung eines Erstkontaktes; Identifizierung von Schwierigkeiten im Prozess der Kommunikation mit Migranten.

Die Teilnehmenden werden bei verschiedenen Übungen mitmachen, die vor allem im Zusammenhang mit der Entwicklung der interkulturellen Sensibilität mit besonderem Schwerpunkt auf Immigranten stehen. Sie müssen einen Fragebogen ausfüllen, der entwickelt wurde, um die interkulturelle Sensibilität zu messen. Nach Abschluss der Übungen werden wir unsere bisherigen Erfahrungen mit Immigranten austauschen.

 

Interkultureller Workshop III

Reisen entlang der Donau: Wie man interkulturelle Vorhersagen macht

Dozentin: Hristina Sokolova

Ziel: in der Lage sein, soziale Normen und Verhaltensweisen im Donauraum auf der Grundlage der Informationen aus den interkulturellen Analysewerkzeugen vorhersagen zu können. Darauf vorbereitet zu sein, was man vom Gastland erwarten kann, ohne dessen Amtssprache oder das kulturelles Erbe zu kennen.

Arbeiten mit den interkulturellen Analysewerkzeugen im Internet: geert-hofstede.com, culture-crossing.org, etc. Vorhersagen über das besuchte Land auf der Grundlage der bereitgestellten Daten zu stellen.

 

Interkultureller Workshop IV

Spielerisch mit einfachen Methoden nonverbal kommunizieren

mit Sabine Meigel

Ziele: Alle Kinder auf dieser Welt spielen gerne. Dies war der Grund dafür, Spiele zu entwickeln, die einfach, mit wenig Geld und simplen Materialien selbst gemacht werden können, z.B. beim „Europafest“ oder dem „Donaufest“. Allen Spielen ist gemeinsam, dass sie sehr einfach zu erklären sind und so gut wie keine Sprachkenntnisse erfordern. Zusätzlich sollten folgende Fragen beantwortet werden: Sehen Spiele oder Spielzeuge entlang der Donau gleich aus? Welche Spiele, die ohne viel Material auskommen, können wir spielen? Wie können wir unsere Spiele mit einfachen Ressourcen herstellen?

Methoden und Ergebnisse

Der Gordische Knoten

Hierbei handelt es sich um weit verbreitetes Spiel. Es bietet sich vor allem als Einführungsaktivität oder Gruppenaufgabe zur Entwicklung von Problemlösestrategien an. Die Zahl an Mitspielern ist unbegrenzt. Die Spieler bilden einen Kreis und bewegen sich anschließend mit geschlossenen Augen aufeinander zu, wobei sie währenddessen die Hände von irgendwelchen anderen Mitspielern ergreifen. In der Mitte angekommen, öffnen alle die Augen und erblicken den neu entstandenen Gordischen Knoten. Die Aufgabe ist nun, gemeinsam eine Strategie zu entwickeln, den Knoten zu lösen ohne sich dabei loszulassen. Dies kann z.B. auch bedeuten, übereinander klettern zu müssen. Das Spiel geht so lange, bis der Knoten gelöst ist.

Bilboquet

Für dieses Spiel werden folgende Materialien benötigt: Ein leerer Joghurtbecher, eine Schnur, eine Holzperle, eine Schere und Buntstifte. Zunächst kann man nun den Joghurtbecher farbig verzieren, anschließend wird ein kleines Loch in den Boden des Bechers geschnitten. Nun führt man die Schnur durch dieses Loch und befestigt sie innen mit einem Knoten; an der anderen, äußeren Seite des Bechers befestigt man die Holzkugel an der Schnur. Je länger die Schnur bis zur Kugel, desto schwerer wird später das Spiel! Nun hält jeder seinen Becher in der Hand versucht mit schwingenden Bewegungen die Kugel mit dem Becher zu fangen. Dieses Spiel ist vor allem bei Kindern in Südamerika beliebt und wird in kleineren Gruppen gespielt. Bei mehr Leuten kann man sich in konkurrierenden Gruppen organisieren.

Cabolas

Für dieses Spiel werden aus Schuhkartons kleine „Häuser“ gebastelt. Jeder Karton hat mehrere kleine Tore in unterschiedlichen Größen, in die Murmeln gerollt werden. Jeder Teilnehmer erhält fünf Murmeln, nur der Gutsherr erhält ein ganzes Säckchen voll. Etwa zwei Meter von den Häusern entfernt wird nun eine Linie gezogen, von der aus man versucht, seine Murmeln in die Tore zu treffen, wobei die kleineren Tore mehr Punkte geben als die Großen; man erhält so viele Murmeln vom Gutsherren wie das Tor Punkte gibt. Wirft man daneben, erhält der Gutsherr die Murmel. Sobald man keine Murmeln mehr hat, scheidet man aus. Der Spieler mit den meisten Murmeln am Ende gewinnt und wird in der nächsten Runde Gutsherr.

Interview mit Sabine Meigel

 

Workshop Zivilgesellschaft

Über Jahrzehnte wurde die EU zu einem Rahmen für zahlreiche bereichernde kulturelle, soziale, wirtschaftliche und andere Transaktionen zwischen den Mitgliedsstaaten, im Einklang mit den Bemühungen eines anfangs geschlossenen Kreises sowie der Theorien, auf denen die Europäische Union gebaut wurde (Theorie der Integration, funktionalistische Theorie, transaktionale Theorie, etc.). Europa hat es versäumt, sich als politische Kraft zu erheben und hat im Prozess der Globalisierung versagt, dennoch hat die EU noch eine Chance, demokratisch Fragen des gemeinsamen und globalen Interesses wie Umweltfragen zu lösen und den globalen Trend der Marktwirtschaft umzukehren (Habermas, 2009, S.105) die demografischen Veränderungen, die Flüchtlingsprobleme. Diese großen Fragen, mit denen Europa beschäftigt ist, können nicht isoliert behandelt werden, sondern im Gegenteil einer großen öffentlichen Debatte unterworfen werden, eines echten zivilen Dialogs (Jacques Delors). Wenn die Bürger*innen und ihre zivilgesellschaftlichen Organisationen Europa besitzen sollten, sollten sie sich über ihre Erwartungen und ihren Beitrag zu Europa klar machen, während sie ihre europäische Identität weiterentwickeln. Aber was ist die europäische Identität?

Link zum Interview mit Prof. Dr. Findeisen

 

Für Eindrücke und Erfahrungen mit den Workshops, schauen Sie unter Photos and Videos